Razzia gegen Hamas-TV-Sender in Hebron

ICEJ-Kurznachrichten vom 13. Juli 2017

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13 Jul 2017 (All day)
Razzia gegen Hamas-TV-Sender in Hebron

In der Nacht auf Donnerstag haben israelische Soldaten in Hebron im Westjordanland bei Razzien gegen den TV-Sender „Al Quds TV“ der islamistischen Terrororganisation Hamas und ein Medien-Unternehmen, das für den Hamas-Sender Al-Aqsa-TV arbeitet, u.a. Speicherkarten konfisziert. Die Sender werden verdächtigt, hasserfüllte Informationen zu verbreiten und zu Terror aufzuhetzen. Am Mittwoch wurden israelische Soldaten bei einem Einsatz im Flüchtlingslager Jenin von palästinensischen Terroristen beschossen und mit Sprengsätzen beworfen. Die Armee untersucht palästinensische Angaben, denen zufolge zwei Palästinenser getötet wurden, als die Soldaten das Feuer erwiderten. 21 gesuchte Palästinenser wurden wegen Terroraktivitäten wie Steinewerfen und Randalieren festgenommen.

Drei von ihnen wurden wegen ihrer Hamas-Mitgliedschaft verhaftet. Fast jede Nacht führen israelische Sicherheitskräfte nächtliche Razzien im Westjordanland durch, um gegen palästinensische Aufrührer vorzugehen und Werkstätten, in denen illegal Waffen hergestellt werden, auszuheben.

 

Israel könnte Stimmrecht bei UN verlieren

Sollte Israel seine Drohung wahrmachen und aus Protest gegen Anti-Israel-Resolutionen der UN 10 Millionen Dollar seines jährlichen UN-Beitrags in Höhe von 10,7 Millionen Dollar (knapp 9,4 Mio. €) nicht zahlen, könnte das Land innerhalb von zwei Jahren sein Stimmrecht in der UN-Generalversammlung verlieren. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Donnerstag. „Es gibt keinen Grund, warum Israel einen Beitrag zu einer Organisation leisten sollte, deren Organe aktiv jüdische Geschichte leugnen und unermüdlich daran arbeiten, dem einzigen jüdischen Staat zu schaden“, erklärte Emmanuel Nachschon, Sprecher des israelischen Außenministeriums. UN-Mitgliedsstaaten, deren Zahlungsrückstand die Summe von zwei Jahresbeiträgen überschreitet, verlieren ihr Stimmrecht. 2016 zahlte Israel den vollen Beitrag. mehr

Doch seither kündigte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu an, den israelischen Beitrag um zehn Millionen Dollar zu kürzen. Nachdem der UN-Sicherheitsrat, einschließlich der USA, im Dezember 2016 die gegen die israelische Siedlungspolitik gerichtete Resolution 2334 verabschiedet hatte, kündigte Israel an, 6 Mio. $ zurückzuhalten. Im März 2017 kürzte es die Beitragszahlungen um weitere 2 Mio. $, nachdem der UN-Menschenrechtsrat fünf anti-israelische Resolutionen verabschiedet hatte, und im April um eine weitere Mio. $, nachdem die UNESCO die israelische Souveränität über Jerusalem leugnete. Letzte Woche kündigte Netanjahu an, eine weitere Mio. $ zurückzuhalten, nachdem das Weltkulturerbe-Zentrum erklärt hatte, Hebrons Altstadt und das Grab der Patriarchen als eine palästinensische Welterbe-Stätte anzuerkennen.

 

Israelische Armee soll tabakfrei werden

Der israelische Generalstabschef Generalleutnant Gadi Eizenkot hat entschieden, dass in Läden auf Stützpunkten der israelischen Armee ab Anfang 2018, wenn die Verträge der Armee mit den Läden auslaufen, kein Tabak mehr verkauft werden soll. Das berichtete die Jerusalem Post am Mittwoch. Gesundheitsexperten und die Israelische Krebsgesellschaft begrüßten den Schritt. Die Armee hatte Millionen Schekel für Kurse zum Einstellen des Rauchens ausgegeben, die vielfach langfristig nicht erfolgreich waren. Die körperliche Ausdauer von rauchenden Soldaten ist demnach deutlich niedriger als die ihrer nicht rauchenden Kameraden und Raucher werden eher krank als Nichtraucher. Tabak-süchtige Soldaten sollen sogar mitten im Krieg durch Mienenfelder gegangen sein, um Zigaretten zu holen.

 

Flughafen Tel Aviv unter Top-10 weltweit

Bei einer Leserumfrage des Travel + Leisure Magazins ist Israels Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv unter die zehn besten Flughäfen weltweit gewählt worden. Am Mittwoch wurde bekanntgegeben, dass der Ben-Gurion-Flughafen auf den 8. Platz kam. Das Reisemagazin mit Sitz in New York bat seine Leser um eine Bewertung der Flughäfen im Hinblick auf ihre Reiseerfahrungen bei den Kriterien Zugang, Check-in, Sicherheit, Essen, Shopping und Design. 2016 passierten 18 Millionen Reisende den Ben-Gurion-Flughafen – die höchste Anzahl in einem Jahr seit seiner Eröffnung.

 

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