Israelischer Soldat durch Autoattacke verletzt

ICEJ-Kurznachrichten vom 11. Juli 2017

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11 Jul 2017 (All day)
Israelischer Soldat durch Autoattacke verletzt

Der palästinensische Terrorist Muhammed Ibrahim Jabril (25) hat am Montag einen israelischen Soldaten nahe der israelischen Ortschaft Tekoa im Westjordanland mit einem Auto angefahren leicht verletzt. Als Jabril mit einem Messer bewaffnet weitere Soldaten angreifen wollte, wurde er angeschossen und erlag später seinen Verletzungen. Seit September 2015 sind etwa 280 palästinensische Angreifer bei Terroranschlägen oder versuchten Anschlägen gegen israelische Zivilisten im Westjordanland und in Israel getötet worden. 50 Menschen wurden durch die Terroranschläge getötet und mehr als 750 verletzt. Sicherheitsexperten zufolge werden die meisten Einzelattacken von männlichen Palästinensern im Alter von 15 bis 24 Jahren verübt, die größtenteils aus sechs oder sieben arabischen Dörfern im Westjordanland stammen.

Seit September 2015 gab es 180 Messer- und 124 versuchte Messerattacken, 150 Schuss- und 58 Autoattacken sowie einen Bombenanschlag auf einen Bus. Höhepunkt der Gewalt war im Winter 2015, als es fast täglich Terroranschläge gab. Derzeit ist die palästinensische Gewalt zwar zurückgegangen, doch gab es auch in den letzten Monaten noch tödliche Anschläge. Im Juni wurde eine 23-jährige israelische Polizistin durch eine Messerattacke von palästinensischen Terroristen ermordet, im April ein israelischer Soldat durch eine Autoattacke.  

 

Israel lehnt UNESCO-Entscheidung zu Hebron ab

Israelische Politiker haben die Entscheidung der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) abgelehnt, das Grab der Patriarchen in Hebron auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbe-Stätten zu setzen ebenso wie die Erklärung, die Stätte befände sich im „Staat Palästina“. Das Grab der Hebräer Abraham, Isaak und Jakob sowie ihrer Ehefrauen Sara, Rebekka und Lea ist die zweitheiligste jüdische Stätte. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterstrich mit Texten aus dem 1. Buch Mose, dass Abraham einst das Grab in Hebron kaufte und die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Hebron somit seit Jahrtausenden bestehe. Israel kürzte seine jährlichen Zahlungen an die UN um eine weitere Million Dollar (ca. 877.000€). Mit dem Geld soll nun das Museum für das Erbes des jüdischen Volkes in Hebron und Kiryat Arba gebaut werden.

 

Gabai wird Vorsitzender der Arbeitspartei

Avi Gabai, ehemaliger israelischer Minister für Umweltschutz, hat am Montag mit 52 Prozent der Stimmen die Stichwahl zum Vorsitzenden der Arbeitspartei HaAwoda gewonnen. Der Knesset-Abgeordnete und ehemalige Parteivorsitzende Amir Peretz erhielt 47 Prozent der Stimmen. In seiner Siegesrede reichte Gabbay, der erst vor sechs Monaten Parteimitglied wurde, Peretz und seinen anderen Konkurrenten bei den Vorwahlen die Hand zur Zusammenarbeit. Er werde ihre Unterstützung brauchen, um die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) zu stürzen und stattdessen eine neue Linksregierung zu bilden.

 

Israel-Tourismus auf Rekordhoch

Die Tourismusbranche in Israel hat in der ersten Jahreshälfte 2017 mit 1,74 Millionen Besuchern und Einnahmen von 9,4 Milliarden Schekel (2,3 Mia. Euro) ihr bestes Ergebnis seit Staatsgründung erzielt. Das berichtete das israelische Tourismusministerium am Montag. Dieses Jahr besuchten 26 Prozent mehr Touristen Israel als im ersten Halbjahr 2016. Im Juni wurde mit 303.000 einreisenden Touristen, 28 Prozent mehr als im Juni 2016, ein neuer Rekord bei den Besucherzahlen erzielt. Den Angaben des israelischen Statistikbüros zufolge stiegen die Besucherzahlen aus China um 76 Prozent, aus Russland um 30 Prozent und aus den USA, woher die meisten Israel-Besucher kommen, um 20 Prozent. Israels Tourismusminister Yariv Levin ist zuversichtlich, dass der Trend auch in den kommenden Monaten anhält.

 

Tierschutz durch israelische Verkehrs-App

Die israelische Verkehrs- und Navigations-App Waze hilft dabei, die Zahl überfahrener Wildtiere wie Gazellen, Hyänen, Schildkröten und Stachelschweine auf israelischen Straßen zu reduzieren. In Kooperation mit der Gesellschaft für Naturschutz in Israel (SPNI) bietet Waze seinen Nutzern die Möglichkeit, über die App am Straßenrand gesichtete, überfahrene Tiere zu melden. Von Dezember 2016 bis Juni 2017 gingen 12.000 Meldungen von App-Nutzern ein, mit deren Hilfe die gefährlichsten Straßenabschnitte für Wildtiere identifiziert werden konnten. Nun wird untersucht, wie die Gefahr für die Tiere reduziert werden kann. „Soweit ich weiß ist Israel das einzige Land weltweit, dass eine Navigations-App für den Tierschutz nutzt“, erklärte Shmulik Yedvab, Direktor des Säugetier-Zentrums der SPNI. Viele App-Nutzer erklärten zudem, nun wachsamer und vorsichtiger zu fahren.

 

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