Israel, PA einigen sich auf Wasserabkommen

Hanegbi: Diskrete Verhandlungen erhöhen Erfolgsaussichten

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Posted on: 
13 Jul 2017 (All day)
Israel, PA einigen sich auf Wasserabkommen

Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben sich auf ein Wasserabkommen geeinigt, dass den Bau des lange diskutierten Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer sowie den Verkauf von 33 Millionen Kubikmeter Wasser an die PA vorsieht. Das gab Jason Greenblatt, der US-Sondergesandte für Internationale Verhandlungen, am heutigen Donnerstag bekannt. Das Abkommen sei ein Beispiel dafür, wie beide Seiten kooperieren können, um die Lebensbedingungen der Palästinenser zu verbessern, sagte Greenblatt. Mazen Ghuneim, Leiter der PA-Wasserbehörde, sagte, zehn Millionen Kubikmeter Wasser würden in den Gazastreifen gehen. Das Abkommen sei lokal begrenzt und stehe nicht in Bezug zum allgemeinen Wasser-Thema, das einst in israelisch-palästinensischen Endstatus-Verhandlungen geregelt werden soll.

Hanegbi: Diskrete Verhandlungen erhöhen Erfolgsaussichten

Tzachi Hanegbi, Israels Minister für Regionale Kooperation, erklärte, das Bauprojekt werde erst in fünf Jahren abgeschlossen sein, der Wasserverkauf werde jedoch schon vorher beginnen. Bereits seit Monaten sei über das heutige Abkommen verhandelt worden und der Prozess habe zwei Erkenntnisse gebracht. Zum einen, erklärte Hanegbi, sei „der gemeinsame Nenner größer als das, was uns trennt, wenn man sich auf die Themen konzentriert, nicht auf Geschichte, Hintergründe, Emotionen oder andere Störungen.“ Zum anderen seien die Erfolgsaussichten größer, je diskreter die Verhandlungen stattfänden. „Wir sind sehr beeindruckt von Jason Greenblatts Fähigkeit, ein bedeutendes Abkommen über Wasser zu erzielen, das das Leben der Menschen vor Ort verändern wird. Wir sagen seit langem, dass wahrer Friede von Grund auf Schritt für Schritt aufgebaut werden muss“, sagte Oded Revivi, Bürgermeister von Efrat und Gesandter für ausländische Angelegenheiten des YESHA-Siedlerrates.

 

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